Mit Petra Häffner und PmF in der Villa Reitzenstein

Einen besonderen Leckerbissen hatte Petra Häffner, Vizepräsidentin von PmF, sich dieses Jahr als Angebot für PmF Frauen ausgedacht: Eine Führung durch das Staatsministerium, den Amtssitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten.

Hoch über dem Talkessel mit Blick auf das königliche Schloss hatte sich die reiche Verlegerstochter Helene Hallberger nach ihrer Heirat mit dem verarmten Adligen Carl Friedrich von Reitzenstein eine repräsentative Villa gebaut. Nachdem diese in der Rekordzeit von 3 Jahren fertig war, zog Helene 1913 ein und besaß für damalige Zeiten allen Komfort – u.a. auch Telefonanschluss in jedem Zimmer! Soviel Luxus soll einen schwäbisch sparsamen Handwerker zum Ausspruch „ond des älles om oi Bett rom“ veranlasst haben.  Der Wunsch, in den Räumlichkeiten später eine Art Alters-WG zu bilden mit Königin Charlotte, Frau des zum Zeitpunkt des Baus noch sehr lebendigen Königs Wilhelm, erfüllte sich für Helene von Reitzenstein nicht. Sie kehrte Stuttgart den Rücken und so erwarb im Auftrag des Landes Württemberg bereits in den frühen 20er Jahren der Jurist Reinhold Maier das Anwesen. Später sollte er dort selbst als erster Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg residieren. 

Die PmF-Frauen sammeln sich am Eingangstor

Begrüßung durch Petra Häffner

Vor dem Rundgang durchs Staatsministerium: Alle sind erwartungsvoll und gespannt

Zwei Schorndorferinnen begegenen sich wieder: Karin Scheiffele und Petra Häffner

Ein schöner Arbeitsplatz - Blick auf den Seitenflügel der Villa

Hier fahren die Staatsgäste vor

Stärkung im Eugen-Bolz-Haus vor dem Rundgang

Eugen Bolz - dem mutigen Widerstandskämpfer ist ein Ehrenplatz in der Villa sicher

Gespannte Zuhörerinnen - das Haus birgt viel Geschichte und viele Geschichten

Helene von Reitzenstein - unter den Augen des Personenschutzes

Petra Häffner - entspannt hinter dem Kabinettstisch

Jeden Dienstag Mittelpunkt des Regierungshandelns: der Kabinettstisch

Überrachung: Ministerpräsident Kretschmann schaut vorbei

Am Kabinettstisch wird nicht diskutiert, sondern entschieden

Nach ernsten Worten über sein Demokratieverständnis - Humor darf nicht fehlen

Verabschiedung: Schön und spannend war's!

Unterhaltsam und anekdotenreich führte Karin Scheiffele die Gruppe von 30 Frauen eineinhalb Stunden lang durch die nach umfassender Renovierung in neuem Glanz erstrahlten Räumlichkeiten. Karin Scheiffele ist Leiterin der Grundsatzabteilung des Staatsministerium und führt ehrenamtlich immer wieder Gruppen durchs Haus. Die PmF-Gruppe der Schorndorfer Abgeordneten Petra Häffner hatte sie gerne übernommen, auch weil sie selbst Schorndorfer Wurzeln hat. Als Insiderin berichtete sie launig über Vor- und Nachteile eines auf mehrere Gebäude verteilten Regierungssitzes, über Diskussionskultur in Sitzungen und das Arbeitspensum eines Ministerpräsidenten.   

Vom Eugen-Bolz-Haus, dem neuen Anbau im Park des Staatsministeriums, über den Runden Saal, in dem Staatsgäste empfangen werden, das Gobelinzimmer und die Bibliothek erreichten die Frauen schließlich das Kabinettzimmer. Dort, am großen ovalen Tisch, an dem jeden Dienstag die Ministerinnen und Minister tagen,  gab es eine wahrliche Überraschung. Hausherr Winfried Kretschmann betrat den Raum und begrüßte die Gruppe. In einem kleinen Grundsatzreferat erläuterte der Ministerpräsident, warum unter seinem Vorsitz im Kabinettssaal nicht diskutiert, sondern entschieden wird, und warum das Wort Machtzentrum für diesen Raum gar nicht so passend sei.

Egal, ob man dieser Sicht zustimmt oder nicht -  in der Villa Reitzenstein regiert es sich in angenehmen Ambiente.  Und beinahe 100 Jahre sind vergangen, seit eine Frau dort das Sagen hatte. Diese Tatsache, findet Petra Häffner, sollte für frau genug Ansporn sein, das Amt der Ministerpräsidentin anzustreben und als Hausherrin in der Villa Reitzenstein nach dem demokratischen Motto zu regieren: „Älles om oin Disch rom“.

 

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